Schaltanlagenbau

So beschleunigen Maschinenbauer ihre Verkaufs-, Liefer- und Serviceprozesse

Der klein- und mittelständische Maschinenbau ist zunehmend gefordert, die Maschinenfunktionalität flexibel an die Kundenanforderungen anzupassen. Viele Unternehmen haben dafür Ihre Maschinensysteme bereits modularisiert, damit die konkrete Kundenlösung leicht aus bestehenden Modulen zusammengesetzt werden kann, was auch die logistischen Prozesse vereinfacht. Beim Thema der Maschinensteuerung artet der Aufwand für die individuelle Kundenanlage aber oftmals aus, da für viele die Modularisierung der Elektrotechnik ein Tabuthema ist. Dadurch wird jede Kundenanlage zum elektrotechnischen Entwicklungsprojekt. Was dann mit langen Durchlaufzeiten und hohen Prozesskosten bezahlt wird.

Ein Pantec Kunde aus der Textilindustrie hatte genau diese Problematik. Seine Hauptmaschine setzt sich aus 30 Varianten mit unzähligen Optionen zusammen. Mechanisch war die Maschine sehr einfach auf die kundenspezifischen Anforderungen konfigurierbar. Doch elektrotechnisch löste jede neue Kundenkonfiguration – obwohl sie sich auf bereits gelieferte Module bezog, aber in der Kombination neu war – einen erheblichen Aufwand im Bereich Elektrotechnik aus, da die Steuerung für die Kombination der Module adaptiert werden musste.

Modulare Schaltanlage: die Vorteile

  • Höhere Effektivität im Engineering: Planbare Ressourcen, weil zumeist (ausser bei notwendigen Zusatzentwicklungen) kein Aufwand für kundenspezifische Anforderungen entsteht

  • Einfacheres Bestellmanagement verkürzt die Lieferzeit: Grundvarianten können vorgefertigt werden und sind dementsprechend verfügbar; Spezialvarianten sind zu einem frühen Zeitpunkt definiert und können gleich bestellt werden

  • Effizientere Montage: die Elektromonteure bekommen auf die jeweilige Anlage zugeschnittene Unterlagen

  • Schneller Service: der Servicetechniker kann im Servicefall mit einem Schema arbeiten, welches ausschliesslich die vorliegende Maschinenkonfiguration abbildet
Mit der Modularisierung der Steuerung gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Ausgerüstet mit einem Steuerungskonfigurator kann der Vertrieb mit der Konfiguration der Maschinenmechanik gleich die dafür notwendige Steuerung definieren. Und damit vom Start des Auftragsabwicklungsprozesses weg den gesamten Ablauf beschleunigen:

Auftragsabwicklungsprozess im Vergleich: Konventionelle Steuerung vs. Modulare Steuerung

Auftragsabwicklungsprozess: Konventionelle vs. modulare Steuerung
Der Prozessvergleich zeigt den Vorteil der modularen Steuerung eindrucksvoll auf. Schnellere Offertlegung, früherer Bestellprozess, keine benötigten Engineeringressourcen und ein hoher Dokumentationsgrad für die Produktionsmitarbeiter schaffen hohe Qualität bei bis zu 40% kürzerer Lieferzeit.

Modulare Steuerung: auch im Servicefall klar von Vorteil

Wie oben bereits beschrieben, können bei einer  modularen Steuerung, welche über einen Konfigurator definiert werden, völlig individuelle, auf die jeweilige Maschine zugeschnittene Steuerungsunterlagen erstellt werden. Im Servicefall geht’s dabei in erster Linie ums Elektroschema, welches in diesem Fall genau die Funktionalität der betroffenen Maschine abbildet. Im Gegensatz dazu ist bei einer Maschine mit konventioneller Steuerung ein Elektroschema beigelegt, welches zumeist die gesamte Historie von Maschinenkonfigurationen in sich dokumentiert hat und demensprechend unspezifisch für die jeweilige Anlage ist. 
Modulare Steuerung: auch im Servicefall klar von Vorteil

Schöner Nebeneffekt: Eine Schema-Source sorgt für einfaches Änderungswesen

Die modulare Steuerungs- bzw. Dokumentenstruktur hat noch einen weiteren Vorteil: Das Änderungswesen wird signifikant vereinfacht. Da sämtliche Varianten und Optionen in einer Schema-Source dokumentiert sind, können bei Überarbeitungen oder Erweiterungen die Wechselwirkungen und Konsequenzen der Änderung leicht erkannt und berücksichtigt werden.

Wann macht Modularisierung Sinn?

Grundsätzlich kann gesagt werden: wenn der Maschinenvertrieb bereits mit standardisierten Optionen und Varianten arbeitet, ist ein Blick auf den Schaltanlagenbau auf jeden Fall interessant. Die Prüfung zeigt meist ein grosses Potential zur Modularisierung. Auch für den Fall, dass bei kundenspezifischen Aspekten immer wieder auf die Dokumentation bereits gelieferter Maschinen zurückgegriffen wird, ist die Prüfung der Modularisierbarkeit auf der Mechanik- wie auch der Schaltanlagenseite absolut sinnvoll!
Bleiben Sie dran!

Sie wollen Ihre Vertriebs- und Auftragsabwicklungsprozesse beschleunigen?

Die Modularisierung der Schaltanlagen könnte auch Ihre Vertriebs- und Auftragsabwicklungsprozesse beschleunigen? Nutzen Sie ein Erstgespräch, um einem effizienten Auftragsabwicklungsprozess für Maschinen schnell näherzukommen.

Stefan Safran

Business Unit Leiter Pantec Automation
T: +423 377 13 56
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Markus Hanefeld

Leiter Vertrieb Business Unit Automation
T: +423 377 13 74
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