
NBS AG
Transparenz und Abstimmung als
Erfolgsfaktor im Anlagenbau
Die NBS AG, ein Schweizer Spezialist für Absaug- und Entsorgungsanlagen, stand vor der Herausforderung, ihr Geschäft weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Basis für skalierbares Wachstum zu schaffen. Was mit einer zunächst unverbindlichen Begegnung auf der Messe begann, entwickelte sich gemeinsam mit Pantec zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit – geprägt von Transparenz, klaren Qualitätsdefinitionen und strukturierten Prozessen.
Der entscheidende Hebel lag nicht allein in der Technologie, sondern in der gemeinsamen Klärung von Erwartungen: Was bedeutet Qualität im Anlagenbau? Wie werden Änderungen effizient umgesetzt? Und welches Maß an Struktur ist notwendig, um Wachstum zu ermöglichen?
Heute arbeitet NBS mit einer klar definierten Vorgehensweise, standardisierten Modulen und abgestimmten Prozessen. Das Ergebnis: deutlich reduzierte Engineering-Aufwände, stabile Inbetriebnahmen und eine belastbare Grundlage für weiteres Wachstum.
Die NBS AG baut maßgeschneiderte Absaug- und Entsorgungsanlagen für industrielle Anwendungen – flexibel konfiguriert auf Basis modularer Systemarchitektur. Die standardisierte Struktur ermöglicht effiziente Projektabwicklung und hohe Betriebssicherheit.
Vom Messegespräch zur Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit zwischen NBS und Pantec begann unerwartet – und zunächst ohne konkreten Bedarf. Auf der SINDEX traf Tobias Nickel auf das Team von Pantec. Auf die Frage, wie man unterstützen könne, fiel die Antwort knapp aus: „Eigentlich gar nicht.“
Was folgte, war kein klassischer Vertrieb, sondern ein Gespräch auf Augenhöhe. Tobias Nickel schilderte die aktuellen Themen und Herausforderungen seines Unternehmens – und genau darin lag der Ansatzpunkt. Der Impuls, dass gerade ein schwieriger Moment der richtige Zeitpunkt für Veränderung sei, traf den Nerv. Es folgte ein erstes Kennenlernen – bewusst noch ohne Projektdiskussion.
Entscheidend war ein anderer Punkt: die konsequente Offenheit seitens Pantec. Die eigene Arbeitsweise wurde klar positioniert – mit hohem Qualitätsanspruch, strukturiertem Vorgehen und entsprechender Kostenstruktur. Diese Transparenz schuf Vertrauen und führte schließlich zum ersten gemeinsamen Projekt.
Der erste Praxistest: Qualität, die sich auszahlt
Ein NBS Projekt für ein belgisches Verpackungsunternehmen bot die erste Gelegenheit, die Zusammenarbeit unter realen Bedingungen zu erproben. Gleichzeitig war es eine Chance, die preislichen Erwartungen offen zu hinterfragen.
Das Projekt verlief technisch reibungslos. Pantec lieferte eine fertig entwickelte Lösung, die innerhalb kürzester Zeit in Betrieb genommen werden konnte.
Die wesentliche Erkenntnis auf Seiten von NBS war klar: Die intensive Anforderungsanalyse im Vorfeld mag aufwendig erscheinen – sie ersetzt jedoch einen erheblichen Teil der späteren Arbeiten vor Ort.
Der Nutzen zeigte sich unmittelbar:
- Deutlich reduzierte Inbetriebnahmezeiten
- Weniger Personalaufwand auf der Baustelle
- Höhere Stabilität der Anlage beim Start
Technisch war die Zusammenarbeit ein voller Erfolg. Kommerziell hingegen zeigten sich erste Spannungsfelder.
Tobias Nickel (NBS AG) und Tobias Burtscher (Pantec Automation) nach erfolgreicher Erstinbetriebnahme der Anlage – ein wichtiger gemeinsamer Meilenstein zur erfolgreichen Partnerschaft.
Abgleich unterschiedlicher Erwartungen – Grundlage für effiziente Zusammenarbeit und kommerzielle Klarheit
Trotz der positiven Projektergebnisse blieb eine zentrale Herausforderung bestehen: das unterschiedliche Verständnis von Aufwand und Qualität.
Pantec brachte einen hohen Anspruch aus dem Serienmaschinenbau mit – mit Fokus auf vollständige Durchgängigkeit, dokumentierte Prozesse und abgesicherte Sonderfälle. NBS hingegen bewegte sich im klassischen Anlagenbau, in dem pragmatische Lösungen und situative Anpassungen häufig Teil des Geschäftsmodells sind.
Diese Differenz zeigte sich besonders in zwei Bereichen:
- Qualitätsverständnis
- Umgang mit Änderungen
Was auf den ersten Blick wie ein Konflikt wirkte, wurde zum Ausgangspunkt für eine entscheidende Weiterentwicklung der Zusammenarbeit.
Qualität ist keine Konstante – sondern eine Entscheidung
Im ersten Schritt wurde das gemeinsame Qualitätsverständnis bewusst hinterfragt und neu definiert.
Ein zentrales Beispiel verdeutlichte die Unterschiede: Eine einfache Sensorlösung kann im Betrieb zu unnötigen Anlagenstillständen führen – technisch vermeidbar, aber zunächst kostengünstiger in der Umsetzung.
Eine aufwändigere Lösung mit entsprechender Logik und Absicherung erhöht den initialen Aufwand, reduziert jedoch langfristig Risiken und Folgekosten.
Die zentrale Erkenntnis:
Qualität ist kein absoluter Wert – sondern das Ergebnis bewusster Entscheidungen.
Gemeinsam wurde ein Qualitätsniveau definiert, das sowohl den Anforderungen von NBS als auch den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gerecht wird.
Struktur statt Reaktion: Der Umgang mit Änderungen
Noch größer war der Hebel im Umgang mit Änderungen während der Projektphase.
Im ersten Projekt wurden Anpassungen in hoher Frequenz eingebracht – oft kurzfristig und ohne vollständige Bewertung der Auswirkungen. Für Pantec bedeutete dies erhebliche Zusatzaufwände, für NBS fehlte die notwendige Transparenz über die entstehenden Kosten.
Die Lösung lag in einem gemeinsamen Workshop, in dem beide Seiten ihre Arbeitsweisen offenlegten.
Die wesentlichen Erkenntnisse:
- Jede Änderung erzeugt Folgekosten – unabhängig von ihrer Größe
- Strukturierte Umsetzung erfordert Dokumentation, Tests und Nachvollziehbarkeit
- Schnelle Lösungen sind kurzfristig günstiger, langfristig jedoch ineffizient
Auf dieser Basis wurde ein neues Vorgehensmodell etabliert:
- Freigabe einer klar definierten Grobplanung
- Änderungen nur noch in begrenztem Umfang während der Umsetzung
- Transparente Bewertung und Freigabe jeder Anpassung
Das Ergebnis war unmittelbar messbar: Der Entwicklungsaufwand reduzierte sich signifikant – bei gleichzeitig stabiler Anlagenperformance.
Von der Einzelanlage zur strukturierten Plattform
Parallel zur organisatorischen Abstimmung entwickelte sich auch die technische Architektur weiter. Die Elektrotechnik wurde konsequent standardisiert und modular aufgebaut. Zentrale Funktionen wie Absaugung, Schredder oder Förderelemente wurden als wiederverwendbare Module definiert und können je nach Anlage konfiguriert werden.
Die Umsetzung erfolgt heute vollständig bei Pantec – von der Entwicklung über die Dokumentation bis hin zum Schaltschrankbau.
Die wichtigsten Effekte:
- Konfigurierbare Anlagen statt individueller Einzellösungen
- Automatisierte Erstellung der Fertigungsunterlagen
- Hohe Konsistenz in Planung und Umsetzung
Auch in der Software wurde ein neuer Ansatz verfolgt:
Modulare, gekapselte Funktionsbausteine ermöglichen flexible Prozessabläufe bei gleichzeitig hoher Wiederverwendbarkeit.
NBS transformierte ihre Einzelanlagen hin zu einer modular aufgebauten, konfigurierbaren Plattform für Absaug- und Entsorgungssysteme. Standardisierte Funktionen und gekapselte Softwarebausteine ermöglichen heute eine durchgängige, effiziente und skalierbare Umsetzung.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe als Schlüssel zum Erfolg
Die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen NBS und Pantec zeigt deutlich: Technische Lösungen allein reichen nicht aus. Entscheidend ist die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Was als klassisches Kunden-Lieferanten-Verhältnis begann, ist heute eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit klar definierten Rollen, abgestimmten Prozessen und gegenseitigem Verständnis.
Nicht Kompromisse standen im Vordergrund – sondern Klarheit.
Die Wirkung zeigt sich in der Praxis: effizientere Projekte, stabile Anlagen und eine Organisation, die auf Wachstum ausgelegt ist.
Fazit: Wachstum entsteht durch Klarheit
Die Erfahrung von NBS zeigt eindrücklich: Skalierung im Anlagenbau ist keine Frage einzelner Technologien, sondern das Ergebnis strukturierter Zusammenarbeit.
Transparenz über Kosten und Aufwände, ein bewusst gewähltes Qualitätsniveau und klare Prozesse im Umgang mit Änderungen bilden die Grundlage für nachhaltigen Erfolg.
Oder anders formuliert:
Wer Zusammenarbeit strukturiert, reduziert Reibung.
Wer Qualität definiert, schafft Verlässlichkeit.
Und wer beides verbindet, schafft die Basis für Wachstum.
Pantec kommt aus dem Serienmaschinenbau und bringt diese Denkweise konsequent in Projekte ein – konzeptionell wie handwerklich auf einem sehr hohen Niveau. Anfangs konnten wir diese Arbeitsweise wirtschaftlich noch nicht vollständig abbilden. Durch die gemeinsame Klärung unserer Anforderungen sind wir jedoch deutlich näher zusammengerückt – und bilden heute ein starkes Team, von dem auch unsere Kunden profitieren.
Und nicht zuletzt: Die Zusammenarbeit macht einfach Freude.“
Tobias Nickel, Miglied der Geschäftsleitung
NBS AG
Gemeinsam Transparenz schaffen – und Komplexität beherrschbar machen
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Dann lohnt sich der Austausch.
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