Industrial IoT: von der
Pilotmaschine zur Skalierung

Wie Hoval die Grundlage für den
weltweiten Maschinenzugriff geschaffen hat


Die Hoval Gruppe gehört zu den international führenden Herstellern von Heiz- und Raumklimalösungen. An mehreren Produktionsstandorten in Europa und Asien entstehen energieeffiziente Systeme für unterschiedlichste Anwendungen. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an eine moderne, vernetzte Produktion.

Im schwedischen Werk in Jönköping waren bereits IXON-Router für die Anbindung der Maschinen an eine moderne IoT-Infrastruktur angeschafft worden. Für die technische Umsetzung der Anbindung und die Integration in die bestehende Systemlandschaft suchte Hoval einen Partner mit fundierter IXON-Expertise. Mit Pantec fand das Unternehmen einen Integrationspartner, der sowohl die Maschinenanbindung als auch die Einbindung der bestehenden Produktionssysteme übernehmen konnte.

Das Ziel war klar: Die erste Maschine erfolgreich an die IXON-Plattform anbinden, erste Produktionsdaten sicher in die Cloud übertragen und damit die Grundlage für einen standardisierten Maschinenzugriff über alle Produktionsstandorte hinweg schaffen.

In seiner schwedischen Niederlassung in Jönköping produziert Hoval spezialisierte Rotationswärmetauscher. Diese Bauteile kommen in raumlufttechnischen Anlagen sowie Lüftungssystemen zum Einsatz und spielen eine zentrale Rolle bei der effizienten Wärmerückgewinnung. Das Pilotprojekt schuf die Grundlage dafür, Produktionsmaschinen sicher an die Cloud anzubinden und den weltweiten Rollout einer skalierbaren IoT-Lösung vorzubereiten

Die Herausforderung: Eine vorhandene Maschinenanbindung in eine zukunftsfähige IoT-Lösung überführen

Obwohl die technische Infrastruktur teilweise bereits vorhanden war, musste die bestehende Lösung sauber integriert und praxistauglich umgesetzt werden.

Die eigentliche Herausforderung lag jedoch nicht allein in der Maschinenanbindung. Vielmehr sollte eine skalierbare Lösung entstehen, die sich künftig auf weitere Maschinen übertragen und von Hoval eigenständig weiterentwickeln lässt. Dafür waren fundierte IXON-Expertise, Erfahrung in der Integration industrieller Systeme sowie ein strukturierter Wissenstransfer gefragt.

Die Anbindung der Siemens S7-1515-Steuerung musste ebenso berücksichtigt werden wie die Integration der bereits eingesetzten Produktionsplattform Boards on Fire. Gleichzeitig sollte die Lösung die Grundlage für einen sicheren Remote-Zugriff sowie die Bereitstellung von Produktionsdaten in Echtzeit schaffen.

Das Pilotprojekt diente deshalb als Proof of Concept und sollte der Geschäftsleitung aufzeigen, wie sich Maschinen künftig standardisiert und weltweit an IXON anbinden lassen.

Systemarchitektur – eine durchgängige Datenkette vom Shopfloor bis in die Cloud: Das IXON Gateway verbindet die Maschine sicher mit der IXON Cloud, macht Maschinendaten im IXON Dashboard und über die REST API für Boards on Fire verfügbar und ermöglicht gleichzeitig einen sicheren Remote-Zugang für Service und Maintenance.

Die Lösung: Mit IXON und Pantec schnell zur funktionierenden Maschinenanbindung

Auf Basis dieser Anforderungen entwickelte Pantec eine durchgängige Integrationslösung zwischen Maschinensteuerung, IXON Cloud und Boards on Fire und übernahm die technische Umsetzung des Pilotprojekts.

Über die native Siemens-Schnittstelle von IXON wurden die relevanten Maschinendaten direkt an die IXON Cloud angebunden. Für die Integration von Boards on Fire entwickelte Pantec einen containerbasierten Adapter, der die Kommunikation über die REST API automatisiert und die Produktionsdaten nahtlos bereitstellt.

Im ersten Schritt wurden vier zentrale Prozesswerte definiert und erfolgreich an die Cloud übertragen. Damit konnte die gesamte Datenkette – von der Maschinensteuerung bis zur Produktionsplattform – erfolgreich validiert werden.

Ein zentrales Projektziel bestand außerdem darin, Hoval nach Abschluss des Pilotprojekts unabhängig weiterarbeiten zu lassen. Deshalb dokumentierte Pantec die Lösung umfassend und übergab das notwendige Know-how, sodass das Team weitere Datenpunkte und Maschinen künftig selbstständig integrieren kann.

Hoval nutzt Boards on Fire als digitale Plattform, um die tägliche Betriebsführung und das Kennzahlenmanagement (KPIs) zu digitalisieren, manuelle Prozesse zu ersetzen und die standortübergreifende Kommunikation in Echtzeit zu automatisieren. Durch die Anbindung von Boards on Fire an die IXON Cloud werden die Maschinendaten direkt bereitgestellt. Das ermöglicht es Hoval, Maschinendaten in Echtzeit direkt auf den digitalen Boards zu visualisieren, Abweichungen im Produktionsprozess sofort zu erkennen und datenbasierte Entscheidungen ohne manuellen Aufwand zu treffen.

Das Ergebnis: Vom ersten Datenpunkt zur produktiven Nutzung in der Fertigung

Aus wenigen definierten Maschinendaten entstand innerhalb kurzer Zeit eine produktiv nutzbare IoT-Lösung. Das Pilotprojekt zeigte, dass sich auch bestehende Maschinen schnell und unkompliziert in eine moderne Cloud-Infrastruktur integrieren lassen.

Besonders positiv bewertete Hoval:

  • die schnelle und unkomplizierte Implementierung,
  • die einfache Anbindung der Siemens-Steuerung,
  • die nahtlose Integration von Boards on Fire,
  • die intuitive Weiterentwicklung der Lösung durch das eigene Team,
  • sowie den persönlichen und kompetenten Support durch Pantec.

Neben der technischen Umsetzung überzeugte insbesondere die enge Zusammenarbeit mit Pantec. Von der Konzeption über die Implementierung bis zur Übergabe entstand eine Lösung, die schnell produktiv eingesetzt werden konnte und Hoval gleichzeitig die notwendige Eigenständigkeit für zukünftige Erweiterungen bietet.

Ausblick: Eine skalierbare Lösung für Produktionsstandorte weltweit

Der erfolgreiche Pilot in Schweden bildet die Grundlage für weitere Digitalisierungsprojekte innerhalb der Hoval Gruppe. Künftig sollen zusätzliche Maschinen mit IXON ausgestattet und bestehende IoT-Lösungen schrittweise auf die IXON-Plattform migriert werden.

Was mit einer einzelnen Pilotmaschine begann, bildet heute die Grundlage für den standortübergreifenden Maschinenzugriff innerhalb der Hoval Gruppe – und für die schrittweise Skalierung auf weitere Produktionsstandorte.

Mit Pantec erhält man eine individuelle Lösung rund um das IXON-System, die professionell umgesetzt wird. Besonders überzeugt haben uns die unkomplizierte Implementierung und die hohe Kompetenz bei der Integration.

Markus Forster, Production Engineering, Hoval

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Stefan Safran

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