ONE-FOR-ALL Steuerungslösungen

Die Powerpakete für kompakte, anspruchsvolle
Maschinen - aus einer Hand

Stefan Safran

Leiter Business Unit

Im Bereich der Kompaktmaschinen (Achsleistungen <1kW) waren in der Vergangenheit oftmals proprietäre Lösungen (spezifische Eigenentwicklungen) oder ein Mix verschiedener Technologiekomponenten die erste Wahl zur Umsetzung des Steuerungs- und Antriebssystems. Neben Kostenaspekten waren oft technische Gründe ausschlaggebend. Mittlerweile hat sich das Angebot massiv weiterentwickelt: Die Hersteller bieten heute performante Baukastensysteme aus dem Katalog, welche für den Einsatz bei kompakten Maschinen und Geräten prädestiniert sind und neben der technischen Leistungsfähigkeit viele weitere Vorteile ausspielen.

Das Angebot für Steuerungstechnik im Geräte-, Maschinen- und Anlagenbau hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Die Steuerungslösungen der letzten Maschinengenerationen (sprich was vor 5-10 Jahren entwickelt wurde) sind oftmals aus Funktionsgruppen unterschiedlicher Hersteller zusammengesetzt oder als proprietäres System zur eigenen Steuerungslösung integriert: nur so ließen sich in der Vergangenheit spezielle Anforderungen an Motion Control, spezifische Vorgaben an Servoachsen oder performante Benutzersysteme (kostenoptimiert) umsetzen. Das Zusammensetzen aus Komponenten verschiedener Hersteller ermöglichte zwar die Bereitstellung einer funktionierenden Lösungen, generierte aber auch Probleme verschiedenster Natur.

Viele der Hersteller haben darauf reagiert und Ihre Lösungen hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Performance massiv verbessert. Zudem wurden die Produkte standardisiert und sind als Katalogware verfügbar. Damit lassen sich heute auch anspruchsvollste Kompaktmaschinen mit einer Steuerungslösung aus einer Hand unkompliziert umsetzen. 

ONE-FOR-ALL Steuerungslösungen - breites Angebot im Markt

Die - wir nennen es hier ONE-FOR-ALL-Systeme - sind sowohl für Geräte wie auch kompakte Maschinen unterschiedlicher Komplexität geeignet und umfassen alle für eine Steuerungsaufgabe benötigten Komponenten in Form von Standardprodukten. Die Programmierung erfolgt übergeordnet für alle Komponenten mit einer durchgängigen und benutzerfreundlichen Automatisierungssoftware.

Der Leistungsumfang von ONE-FOR-ALL Systemen

Auf Basis der Website i-need.de kann ein erster Überblick von Herstellern von ONE-FOR-ALL Systemen abgeleitet werden. Gruppiert nach SPS, Servo-Reglern, Safetysystemen und HMI-Software listet die Seite eine Vielzahl von Herstellern auf. Mit der Kombination all jener Hersteller, die in allen vier Produktbereichen vertreten sind, ergibt sich folgende Herstellerliste für ONE-FOR-ALL Systeme. 

(Quelle: www.i-need.de)

  • B&R Industrie-Elektronik GmbH
  • Bachmann electronic GmbH
  • Beckhoff Automation GmbH & Co. KG
  • Bosch Rexroth
  • Eckelmann AG
  • KEB Automation KG
  • KEBA AG
  • Mitsubishi Electric Europe B.V.
  • Pilz GmbH & Co. KG
  • Rockwell Automation GmbH
  • Schneider Electric GmbH
  • Siemens AG
  • Sigmatek GmbH & Co KG

ONE-FOR-ALL Steuerungen: die perfekte Lösung für viele Anwendungen im Kompaktmaschinenbereich 

Ein zentrales Hindernis für den Einsatz von ONE-FOR-ALL Systemen im Bereich anspruchsvoller Kompaktmaschinen war bis anhin die fehlende Leistungsspitze: was für den einen die Anforderung an schnelle I/O´s ist, ist für den anderen eine performante Datenverarbeitung oder CNC.

Durch den hohen Entwicklungs- und Innovationsgrad bei einer Vielzahl von Steuerungsherstellern, können die ONE-FOR-ALL Steuerungen heute Anforderungen erfüllen, die vor einigen Jahren noch ausschliesslich mit dedizierter Hardware möglich gewesen wäre. 

Das öffnet für viele Maschinen- und Gerätebauer die Möglichkeit, diese Systeme auch für Ihre Anwendungen einzusetzen. Und vom vollen Leistungsumfang zu profitieren.

EINFACHES, EFFIZIENTES ENGINEERING

Durch die perfekte Abstimmung von PLC, Antriebstechnik, Safety und HMI, welche zudem mit einer integrierten Softwareplattform programmiert werden, fallen klassische Schnittstellenprobleme weg. Das vereinfacht den Engineeringprozess massiv.

DIE STEIGENDE KOMPLEXITÄT WIRD BEHERRSCHBAR

Die Optionen- und Variantenvielfalt von Kompaktmaschinen steigt. Mit den Entwicklungsumgebungen der ONE-FOR-ALL Systemen lassen sich modulare Softwarestrukturen umsetzen, die jetzt und in Zukunft die Komplexität beherrschbar machen.


SPITZENQUALITÄT DER PRODUKTE MAXIMIERT MASCHINENVERFÜGBARKEIT

ONE-FOR-ALL Steuerungslösungen werden in hohen Stückzahlen produziert und entsprechen den höchsten Qualitätsstandards. Zudem haben alle Hersteller einen langen Track Record im industriellen Umfeld. Die hohen Stückzahlen ermöglichen den Herstellern auch Investitionen in die Bereitstellung wertvoller Tools: mächtige Diagnose- und Fernzugriffsmöglichkeiten sind heute Standard und helfen, Probleme beim Kunden zeitnah zu beheben.


EINFACHE ABWICKLUNG VON REPARATUREN UND ERSATZTEILEN

Namhafte Hersteller verfügen über einen weltweiten Vertrieb mit Servicezentren. Dies ermöglicht eine schnelle, regionale Abwicklung von Servicefällen.


GERINGER AUFWAND FÜR WEITERENTWICKLUNGEN

Standardhersteller sind durch ihre grosse Marktabdeckung zu einem hohen Teil Innovatoren und Treiber zukunftsweisender Entwicklungen. Was die produzierenden Unternehmen heute wünschen, wird oft durch ONE-FOR-ALL Plattformen bereits abgedeckt. Beispielsweise sind Datenbankfunktionalitäten, integrierte Vision Systeme, Robotik, Anbindung an übergeordnete Systeme heute Standard.


KEIN RISIKO VON KNOW HOW VERLUST

Das Thema Steuerungs Know How ist heute ein riesiges, oft unterschätztes Risiko bei Herstellern von Geräten und Maschinen. Der Grund ist, daß proprietäre Systeme durch ihre Intransparenz oft nur von Ihren „Entwicklungs-Gurus“ durchschaut werden. Diese Abhängigkeit ist aus mehreren Blickwinkeln heikel. Spätestens bei der Kündigung eines Entwicklers kann es sein, dass die Steuerungslösung nicht mehr servicierbar ist, weil kein Ersatz gefunden werden kann. Durch den hohen Marktanteil von ONE-FOR-ALL Systemen gibt es ein grosses Angebot an Entwicklern für diese Standardsysteme. 

„Moderne ONE-FOR-ALL Steuerungslösungen sind im Serien- und Spezialmaschinenbau heute bereits Stand der Technik. Durch die Erweiterung des Produktsortiments lassen sich heute auch anspruchsvollste Kompaktmaschinen mit solchen Lösungen kostengünstig umsetzen - und bieten dem Maschinenbauer neben technischer Exzellenz viele weitere Vorteile!“

Florian Hartmann
Leiter Softwareentwicklung

Total Cost of Ownership  - (Kosten) Ehrlichkeit zahlt sich aus

Als gewichtiger Grund für die Nutzung eigenentwickelter Systeme wird oftmals angeführt, daß diese Lösungen kostengünstiger sind. Dabei werden die Kosten eines Steuerungssystems allerdings gerne nur mit den Hardwarekosten beziffert. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit: Personalkosten für Engineering, Wartung und Service, Lizenzen und Libraries bis hin zu den Kosten für Schulung und Support steuern einen wesentlichen Teil der Kosten bei. Je geringer dabei die jährliche Stückzahl der verbauten Steuerungen, desto stärker wirkt sich dieser Kostenanteil  aus.

Eine Gesamtkostenbetrachtung bringt beim Thema Steuerungstechnik oftmals ein überraschendes Ergebnis. Mit der ehrlichen Berücksichtigung der im Ganzen anfallenden Kosten entscheiden sich heute bereits Gerätehersteller mit hohen dreistelligen Stückzahlen dafür, von der Eigenentwicklung auf ein ONE-FOR-ALL System zu wechseln.

Eine umfassende und ehrliche Kostenbetrachtung ist daher eine unabdingbare Voraussetzung für eine gute, nachhaltige Entscheidung.

Aber Achtung - nicht jedes System ist für jede Applikation geeignet

Die am Markt verfügbaren ONE-FOR-ALL Steuerungslösungen decken grundsätzlich ein breites Anwendungsfeld ab und bestechen durch einen hohen Funktionsumfang. Aber: die Systeme bieten auf Produktebene im Detail betrachtet spezifische Eigenschaften, welche in der konkreten Anwendung zum Vorteile oder zum Fallstrick werden können. Daher empfiehlt sich ein transparenter Evaluierungsprozess, damit Sie am Ende wirklich die Entscheidung für jenes System treffen können, welches am besten zu Ihren Anforderungen passt.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Evaluierung von Steuerungssystemen

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Stefan Safran

Leiter Business Unit
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